Aktuelle Ernährungstipps
Mai 2012
Mit Spargel schwungvoll in den Frühling
Spargel war schon bei den Ägyptern, Griechen und Römern bekannt.
Wenig Kalorien - reichlich Vitamine
Er ist ein wahrer Energiesparmeister - 100g haben nur 17 Kalorien (70 kJoule), doch reichlich Vitamine, wie zum Beispiel C, E, B1, B2 und Provitamin A. Außerdem enthält Spargel einen hohen Anteil an Kalzium, Phosphor, Kalium, Kupfer, Eisen, Magnesium und Zink. Weiters wird die Nierentätigkeit angeregt, weil er entwässernd und harntreibend wirkt.
April bis Juni ist Spargelzeit
Die Saison für Spargel beginnt Ende April und dauert bis Ende Juni. Wie erkennt man frischen Spargel? Die Stangen sollten fest sein und sich nicht biegen lassen. Die Schnittenden müssen saftig sein und nicht ausgetrocknet. Länge und Dicke einer Spargelstange haben keinen Einfluss auf Qualität, Geschmack oder Gehalt an Nährstoffen. Gekühlt und in ein feuchtes Tuch gewickelt kann frischer Spargel problemlos 2 bis 3 Tage aufbewahrt werden. Grünspargel lagern Sie am besten aufrecht, in Wasser stehend.
Unterschied zwischen weißem und grünem Spargel
Im Gegensatz zum weißen Spargel wächst Grünspargel über der Erde. Daher genießt er das Sonnenlicht und wird schließlich grün (Chlorophyll). Von den Inhaltsstoffen her übertrifft er den weißen Spargel. Durch das Chlorophyll enthält er mehr Vitamin C und Karotin und muss kaum geschält werden.
Mein Tipp:
Um die im Spargel enthaltenen Bitterstoffe zu neutralisieren, geben Sie dem Kochwasser etwas Zucker (neben Salz und Butter) bei.
Spargel mit geräuchertem Lachs Zutaten für 4 Personen:
1 kg frischen Spargel, 300g geräucherter Lachs, 1 Tasse feingehackte Dille und Petersilie, 5 EL feingehackte Zitronenmelisse, Salz und Pfeffer, 5 EL weißen Balsamicoessig, 4 EL Oliven- oder Walnussöl.
Zubereitung:
Den frischen Spargel waschen, schälen und die holzigen Enden abschneiden. Spargel in ausreichend Wasser mit wenig Salz, Zucker und etwas Butter ca. 10 – 20 Minuten bissfest garen. Den Spargel auf einer Platte anrichten und mit dem in dünne Scheiben geschnittenen Lachs belegen. Die frischen Kräuter mit Essig und Öl sorgfältig verrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sauce auf der Platte und den mit Lachs belegten Spargel gießen. Als Beilage eignen sich Salzkartoffeln.
Ulrike Prkna, Diätologin
April 2012
Stevia - Süße ohne Reue
Die gesamte Steviapflanze (Stevia rebaudiana – aus Südamerika) so auch deren Teile wie z.B. getrocknete Blätter sind als Lebensmittel in der EU nach wie vor nicht erlaubt bzw. zugelassen. Da in der Pflanze über 100 verschiedene Wirkstoffe enthalten sind, deren gesundheitliche Auswirkungen noch nicht abgeklärt sind.
E 960
Lediglich die aus den Pflanzenblättern extrahierten Steviaglycoside sind von der EU-Kommission als gesundheitlich unbedenklich eingestuft und seit Dezember 2011 als Lebensmittelzusatzstoff mit der E-Nummer 960 zugelassen worden. Wie andere Süßstoffe unterliegen auch sie Verwendungshöchstmengen. Der AID-Wert von E 960 (das ist jene Menge, die täglich ohne Bedenken aufgenommen werden kann) liegt bei 4mg/kg Körpergewicht proTag.
Süßer als Zucker
Da die Extrakte aus den Blättern des Süßkrauts bis zu 300mal süßer als Zucker, praktisch kalorienfrei sind, den Blutzuckerspiegel kaum beeinflussen und keinen Zahnkaries verursachen, sind sie für den Einsatz in Lebensmitteln eine besonders interessante Alternative zu Zucker. In Zukunft können Stevioglycoside in folgenden Produkten vorkommen: Getränken, Milchprodukten, Speiseeis, Marmelade, Süßwaren, Kaugummis, Dessertspeisen u.v.m.
Fazit: Aus heutiger Sicht, hat meiner Meinung nach E 960 nur Vorteile gegenüber Zucker, jedoch keinen wesentlichen gegenüber herkömmlicher Süßstoffe. Es ist wie bei allen Dingen immer die Frage der Dosis.
Ulrike Prkna, Diätologin
März 2012
Körperfettmessung
Dabei wird schwacher Wechselstrom zur Messung des elektrischen Widerstands durch den Körper geschickt. Auf Grund der hohen Leitfähigkeit von Blut und Urin, der mittleren von Muskulatur, der geringen von Fett, werden Wasser-, Fett- und Körperzellanteil gemessen bzw. berechnet.
Der normale Körperfettanteil bei einem Durchschnittserwachsenen sollte ungefähr wie folgt sein:
unter 30 Jahre bis 40 Jahre bis 50 Jahre bis 60 Jahre
Frauen < 24% < 27% < 30% < 34%
Männer < 20% < 21% < 22% < 23%
Nicht allein das Gewicht bestimmt unsere Figur!
Muskeln zum Beispiel formen unseren Körper und sie sorgen für einen höheren Energieverbrauch, der für eine dauerhafte Gewichtsreduktion notwendig ist. Daher sollte man beim Abnehmen versuchen, nur das Fett abzubauen und die Muskelmasse zu erhalten bzw. zu erhöhen. Durch langsame, kontinuierliche Gewichtsreduktion mit gezielter Ernährungs-umstellung und Bewegung, ist ein Abbau von ½ kg Fett pro Woche realistisch.
Ulrike Prkna, Diätologin
