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April 2010
April 2010
Hülsenfrüchte - eine alternative Eiweißquelle
Da Hülsenfrüchte (Leguminosen) eine ausgewogene Aminosäurenzusammensetzung aufweisen, liefern sie im Vergleich zu anderen pflanzlichen Nahrungsmitteln ein relativ hochwertiges Eiweiß und sind daher ein möglicher "Fleischersatz".
Weiterssind Sojabohnen, Erbsen, Bohnen oder Linsen besonders reich an Saponinen. Diese leicht bitter schmeckenden Inhaltsstoffe zeigen eine krebshemmende, cholesterinsenkende und das Abwehrsystem stärkende Wirkung.
Auch die hohen Gehalte an Phytinsäure sind beachtlich. Dieser sekundäre Pflanzenstoff und ihr höherer Anteil an löslichen Ballaststoffen verlangsamen die Verdauung von Stärke und wirken daher auch Blutzucker-senkend. Alle Hülsenfrüchte sind wahre Fundgruben an Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen.
Leider kommen sie heutzutage zu selten auf den Tisch, obwohl sie für eine bunte Abwechslung in der Küche sorgen könnten.
Aus Bohnen, Linsen oder Erbsen lassen sich sehr schmackhafte Laibchen, Aufläufe, Gemüsepfannen, Eintöpfe und Brotaufstriche zaubern.
Leider können Hülsenfrüchte auch zu Blähungen führen. Mit ein paar kleinen Tipps (z.B. entblähende Gewürze wie Kümmel, etc.) kann diese Nebenwirkung jedoch "entschärft" werden.
Linsencreme (alternativer Brotaufstrich, f. 4 Port.)
250g rote Linsen, 2 Gewürznelken, 1 Zweig Thymian, 1 kl. Zwiebel, 1 Knoblauchzehe, 2 EL Olivenöl, 1 TL gem. Piment, Salz, Pfeffer, 1 Bund Petersilie.
Zubereitung:
Linsen waschen, mit Thymian, Gewürznelken und 1/2l Wasser weich kochen. Thymian und Nelken entfernen, mit den anderen Gewürzen und Salz abschmecken, pürieren, auskühlen lassen. Eventuell nachwürzen, etwas Essig je nach Belieben. Vor dem Servieren mit fein gehackter Petersilie garnieren. (Kühl gelagert, ca. 3-4 Tage haltbar).
Ulrike Prkna, Diätologin