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Mai 2010
Mai 2010
Thermotherapie
Thermotherapie umfasst die Wärme- und Kältetherapie. Schon seit Jahrhunderten ist der positive Einfluss bei bestimmten Erkrankungen, wie etwa bei Schmerzen von Wärme- wie auch Kältebehandlungen bekannt. Ein bekanntes Beispiel ist die Kneipptherapie.
Wärmetherapie Übersicht:
• Warmpackungen mit Peloiden (z.B. Fango, Munari oder Moor)
• Ultraschall (durch mechanische Wellen wird ein Vibrations- und Wärmeeffekt erzeugt)
• Paraffinbad der Hände (Eintauchen der Hände in flüssiges Paraffin, anschließend Einschlagen der Hände in Tücher)
• Voll- und Teilbäder mit Peloiden
• Infrarot (durch Einstrahlen von optischer Energie wird das Gewebe erwärmt)
• Heißluft Heiße Rolle (mit heißem Wasser getränkte aufgerollte Frotteetücher)
Kältetherapie Übersicht:
• direkte Eiseinwirkung in Form von Eismanschetten, Eiskompressen, Eis/Gelbeutel
• Kältesprays, Kaltgas und Kaltluft
• Eisteilbäder in Fuß- oder Armbadewannen
• Kneipp-Therapie: Wassertreten, kalte Güsse, Barfußgehen
• aber auch sog. Hot-Ice-Therapie (nicht abkühlen unter 0 Grad)
Therapeutische Wirkungen
Wärme
Schmerzdämpfung und Durchblutungs- bzw. Stoffwechselsteigerung. Sie wirkt muskelentspannend und kann die Elastizität von bindegewebigen Strukturen verbessern.
Kälte
Bei kurzzeitigem Kältereiz erhöht sich der Spannungszustand der Muskulatur. Wendet man Kälte länger an, ist jedoch auch ein positiver Einfluss auf eine krankhaft erhöhte Muskelspannung möglich. Verkrampfungen werden gelockert, die Muskelaktivität sinkt. Kälte kann Schmerzen lindern, weil sie die Leistungsgeschwindigkeit von Nerven herabsetzt und Schmerzrezeptoren in ihrer Aktivität dämpft. Der Kältereiz reduziert die Durchblutung, weil sich die Blutgefäße am Ort der Anwendung eng stellen. Dadurch wird Schwellungen und Blutergüssen nach Verletzungen oder im Rahmen von Entzündungen entgegengewirkt.